• Home
  • /
  • Blog
  • /
  • Warum Auszeiten so wichtig sind – und wie man sie richtig nutzt

Warum Auszeiten so wichtig sind – und wie man sie richtig nutzt

Auszeit nehmen
Erfahren Sie, wie Sie richtig 'Auszeit nehmen' können, um Ihre Produktivität und Gesundheit zu verbessern. Entdecken Sie praktische Tipps für eine gelungene Auszeit.

Viele Menschen funktionieren im Alltag weiter, bis Energie und Klarheit fehlen. Dann wirkt jeder Tag schwerer, und Stress wird zur ständigen Begleitung.

Dieser Artikel ist ein praxisnaher How‑To‑Guide. Er hilft dir, die passende Form der Pause zu wählen, sie zu planen und in der Schweiz rechtlich und finanziell sauber umzusetzen.

Eine auszeit muss nicht gross sein. Sie reicht von kurzen Micro‑Pausen über Ferien bis zum Sabbatical. Jede Variante hat ihren Platz und konkrete Effekte auf Erholung und Klarheit.

Betrachte Auszeiten als Prävention statt als Notfallmassnahme. Wer frühzeitig auszeit einplant, reduziert Burnout‑Risiken und gewinnt neue Perspektiven.

Es geht nicht darum, einfach weg zu sein. Ziel ist, deine Zeit so zu nutzen, dass Erholung, Perspektivwechsel und nachhaltige Routinen entstehen. Der Fokus dieses Ratgebers liegt auf der Schweiz: Vorsorge (AHV/PK/3a), Versicherungen und Modelle mit Arbeitgeber.

Wesentliche Erkenntnisse

  • Alltagliche Erschöpfung ist ein häufiger Auslöser für Pausen.
  • Der Guide zeigt praxisnahe Schritte für Planung und Umsetzung.
  • Auszeitformen reichen von Micro‑Pausen bis Sabbaticals.
  • Vorbeugung gegen Stress ist effektiver als Reaktion im Notfall.
  • Schweizer Besonderheiten: Vorsorge, Versicherungen, Arbeitgeberlösungen.

Warum eine Auszeit dir wirklich hilft: Gesundheit, Produktivität und neue Perspektiven

Wer frühzeitig Raum für Erholung schafft, schützt seine Gesundheit und Motivation.

Stress zeigt sich oft durch Reizbarkeit, Schlafprobleme oder Konzentrationsverluste. Erkenne diese Signale früh, statt einfach weiterzumachen. Geplante Pausen sind wirksamer als Durchhalten.

Stress reduzieren und Burnout vorbeugen: Prävention im Alltag

Regelmässige, kurze Unterbrüche steigern deine Stress‑Resilienz. Mehrere kurze Pausen pro Jahr – Tag, Wochenende oder einige Tage – wirken vorbeugend gegen Überforderung.

Mehr Energie, klarere Gedanken und bessere Selbstwahrnehmung

Nach einer echten Pause spürst du weniger körperliche Spannung, bessere Schlafqualität und stabilere Stimmung. Deine Energie kehrt zurück und du arbeitest fokussierter.

Zeit zum Reflektieren: Ziele im Leben neu definieren

Mit Abstand siehst du Muster klarer. Fragen wie „Was will ich wirklich?“ werden lauter und helfen, Prioritäten zu setzen.

Wirkung Kurzfristig Langfristig
Stress Abnahme von Anspannung Niedrigeres Burnout‑Risiko
Produktivität Mehr Fokus Bessere Priorisierung
Selbstwahrnehmung Klare Gedanken Neu definierte Ziele im Leben

Mini‑Tool: Schreibe 10 Minuten Journal pro Tag während der Pause. So ordnest du deine Gedanken und hältst Erkenntnisse fest.

Welche Art von Auszeit passt zu dir: Pause, Urlaub oder Sabbatical?

Nicht jede Unterbrechung passt zu jedem Lebensumstand — die richtige Wahl hängt von deinem Ziel ab.

Kriterien zur Entscheidung: Erschöpfungsgrad, verfügbares Zeitbudget, finanzielle Lage, familiäre Pflichten und das Ziel der Pause sind entscheidend. Wenn du primär müde bist, reicht oft eine kürzere Lösung. Suchst du Neuorientierung, dann sind mehrere Monate sinnvoll.

Kurze Pause: Stunden, Tage, Wochenende

Kurze Pausen funktionieren als schneller Reset. Plane Digital‑Detox, Spaziergänge in der Natur oder extra Schlaf ein.

Rituale wie bewusstes Atmen oder kein Bildschirm für einige Stunden verstärken die Wirkung.

Urlaub bewusst nutzen

Nutze deinen Urlaub nicht nur als Ortswechsel. Reduziere Tempo und Erwartungen. Plane echte Offline‑Zeiten und niedrige To‑Do‑Erwartungen.

Sabbatical / Sabbatjahr in der Schweiz

Ein Sabbatical oder Sabbatjahr ist eine längere Unterbrechung vom Job, typischerweise drei bis zwölf Monate in der Schweiz. Häufig ist es unbezahlte Zeit und richtet sich nach dem Arbeitgebermodell.

Solche Monate verändern Routinen, Identität und Perspektive nachhaltig.

Form Dauer Typische Ziele Anforderungen
Stunden / Tage Stunden–1 Tag Sofortiger Reset, Stressabbau Geringe Planung, Digital‑Detox
Wochenende / Urlaub 2–14 Tage Erholung, Erholungstraining Ferienplanung, Offline‑Regeln
Mini‑Sabbatical 3–6 Monate Neuorientierung, Projektarbeit Finanzen, Absprache mit Arbeitgeber
Sabbatjahr 6–12 Monate Lebensveränderung, Neuorientierung Vorsorge, Versicherung, Rückkehrplan

Entscheidungs‑Abkürzung: primär müde → kurze pause oder urlaub. Neuorientierung → mehrere Monate / Sabbatical. Je länger die Unterbrechung, desto wichtiger sind Vorsorge, Versicherungen und klare Absprachen.

Auszeit nehmen: So findest du den richtigen Zeitraum und setzt dir klare Ziele

Bevor du loslegst, kläre klar dein persönliches Ziel — sonst verliert die Pause rasch an Wirkung.

Dein Warum klären

Frag dich konkret: Geht es um Ruhe, Selbstfürsorge, Weiterentwicklung oder echte Neuorientierung?

Formuliere 1–2 klare Ziele, z. B. Schlaf stabilisieren oder berufliche Richtung klären. Kurz und messbar hilft bei der Planung.

Zeitraum realistisch wählen

Wochen bringen schnellen Reset. Ein Monat schafft echten Abstand. Mehrere Monate erlauben tiefe Veränderungen.

Berücksichtige Vorsorge: Bei längeren Pausen in der Schweiz klärst du früh AHV/PK‑Fragen.

Erfolg messbar machen

Setze 1–2 Hauptziele plus 3 unterstützende Gewohnheiten. Nutze kurze Check‑ins (Skala 1–5 für Energie/Stress/Klarheit).

Plane grob die Wochen: etwa 2 aktive Tage, 2 ruhige Tage, 1 sozialer Tag. So bleibt Struktur ohne Leistungsdruck.

Mit deinem Arbeitgeber planen: Modelle, die in der Schweiz oft funktionieren

Ein offenes Gespräch mit dem Arbeitgeber ist oft der schnellste Weg, um eine geplante Pause finanziell und organisatorisch abzusichern.

Warum das wirkt: Du reduzierst Unsicherheit, klärst Rückkehr und findest oft bessere finanzielle Lösungen als bei unbezahltem Urlaub.

Überstunden ansparen und als bezahlte Auszeit nutzen

Überstunden lassen sich über Monate ansammeln und später als bezahlte Auszeit abbauen. Lass die Regeln schriftlich fixieren: Anspruch, Abbauplan und Vertretung.

Lohnverzicht‑Modell

Du verzichtest temporär auf Teile des Gehalts; der aufgeschobene Betrag wird später als Einkommen während der Pause ausgezahlt. Firmen verlangen oft eine Mindestanstellungsdauer (z. B. 6 Monate).

Teilzeit‑Setup mit Vorfinanzierung

Formal arbeitest du teilzeit, leistest aber faktisch mehr Stunden, um Zeitguthaben zu bilden. So entsteht ein finanzieller Puffer für die freie Zeit.

Vorteil: Fliessen Lohn und Sozialleistungen weiter, bleiben AHV/PK/3a intakt. Das schützt deine Vorsorge während der Abwesenheit.

Bereite das Gespräch vor: Ziel, Dauer, Vertretungslösung, Nutzen für das Team und ein konkreter Zeitplan. Rahme die Idee als Win‑win: motivierte Mitarbeitende kehren erholt und kreativ zurück.

Unbezahlter Urlaub oder Jobwechsel: welche Möglichkeiten du hast

Die Wahl zwischen unbezahltem Urlaub und Kündigung bestimmt oft, wie sicher deine finanzielle und berufliche Zukunft bleibt.

Es gibt zwei klare Wege: Beim unbezahlten Urlaub bleibt dein Job bestehen und du behältst einen Rückkehranker. Bei einer Kündigung suchst du ein komplett neues Kapitel — mit mehr Freiheit, aber auch mehr Risiko.

Unbezahlter Urlaub mit Rückkehrrecht: was du vorab schriftlich klären solltest

Fordere eine schriftliche Vereinbarung. Lage und Inhalt sollten folgendes regeln:

  • Dauer und genaues Rückkehrdatum
  • Rückkehrfunktion oder gleichwertige Stelle
  • Ferienansprüche und Bonusregelung
  • Versicherungsstatus (AHV, PK) und Beitragspflichten
  • Kommunikation: Erreichbarkeit und Vertretung

„Klare Absprachen schützen dich und den Arbeitgebenden — schriftlich festgehalten sind Missverständnisse seltener.“

Job kündigen und Auszeit: Chancen und Risiken

Kündigen gibt dir maximale Freiheit für ein Jahr oder länger. Das ist sinnvoll, wenn du dich beruflich neu orientierst oder ein klar definiertes Projekt hast, z. B. Weiterbildung oder ein Sabbatical‑Projekt.

Typische Risiken: Finanzpuffer fehlen, Lücken in der Vorsorge (Freizügigkeitskonto nötig), mögliche Lücken im Lebenslauf und fehlender Rückkehranker. Kläre früh AHV/PK‑Folgen, damit die Pause nicht später teuer wird.

Weg Vorteile Nachteile
Unbezahlter Urlaub Rückkehrrecht, geringeres Risiko, oft schnell umsetzbar PK‑Beiträge entfallen, AHV-Beitragspflicht prüfen, abhängig vom Arbeitgeber
Kündigung Maximale Freiheit, klare Neuorientierung Finanzpuffer nötig, Freizügigkeitskonto, Karriere-Lücke möglich

Planungsregel: Willst du sicher zurück in die Arbeit, priorisiere unbezahlten Urlaub. Suchst du ein neues Kapitel, plane den Jobwechsel aktiv und prüfe Vorsorge frühzeitig.

Vorsorge in der Schweiz während deiner Auszeit: AHV, Pensionskasse und Säule 3a

Wenn du länger als ein paar Wochen pausierst, wird die Vorsorgeplanung in der Schweiz schnell relevant. Ab etwa einem Monat ändern sich AHV‑ und 2. Säule‑Regeln – kläre das früh, damit später keine Lücken entstehen.

AHV: Beiträge und Folgen fehlender Jahre

Fehlende Beitragsjahre können deine spätere Rente verkürzen. Wohnst du in der Schweiz, prüfe die AHV‑Beitragspflicht und bezahle nötigenfalls freiwillig, um Abschläge zu vermeiden.

Pensionskasse: wie Lücken entstehen

Bei unbezahltem Urlaub stoppen Arbeitgeber‑ und Arbeitnehmerbeiträge. Je nach Vorsorgereglement laufen Leistungen noch 6–24 Monate weiter, das ist aber nicht garantiert.

Prüfe, ob deine PK freiwillige Einzahlungen erlaubt oder ob ein späterer Einkauf möglich ist. Das reduziert Vorsorgelücken nach einem sabbatical oder sabbatjahr.

Säule 3a & praktische Checkliste

Einzahlungen in die Säule 3a sind nur mit AHV‑pflichtigem Einkommen möglich. Bei längeren Unterbrüchen (z. B. zwölf Monate) kann das Einschränkungen bedeuten; bestehende Konten bleiben aber bestehen.

  • PK‑Reglement anfordern
  • AHV‑Beitragspflicht prüfen
  • 3a‑Strategie festlegen
  • Budget für Einkauf/Privatvorsorge planen
  • Fristen schriftlich festhalten

Gute planung schützt vor Überraschungen. So kannst du deine auszeit geniessen, ohne spätere Lücken zu riskieren.

Versicherungen während der Auszeit: so bleibst du bei Krankheit und Unfall geschützt

Ein kurzer Versicherungscheck schafft Ruhe: kläre Unfall-, Kranken- und Krankentaggeld‑Lösungen, damit eine geplante Pause nicht durch offene Fragen belastet wird.

Unfallversicherung: Die gesetzliche Nachdeckung durch deinen Arbeitgeber endet 30 Tage nach der letzten Lohnauszahlung. Das gilt besonders, wenn du unbezahlten Urlaub nutzt oder das Job verlässt. Danach musst du selbst für Schutz sorgen.

Praktische Wege nach der Nachdeckung

Du hast zwei einfache Möglichkeiten: Entweder du schliesst das Unfallrisiko über die Krankenkasse mit ein oder du vereinbarst eine Abredeversicherung.

Abredeversicherung ist in der Schweiz ein gängiges Modell. Der frühere arbeitgeber oder der Unfallversicherer kann sie anbieten; maximal sind bis zu sechs monate Verlängerung möglich.

Krankenversicherung bei Auslandsaufenthalt

Bei Wohnsitz Schweiz gilt die Grundversicherung weiter. In EU/EFTA‑Ländern sind Kosten oft abgedeckt. In Drittstaaten zahlt die Grundversicherung oft nur bis zum Doppelten der Kosten, die im Wohnkanton angefallen wären.

Bei Hochkostenländern (USA, Kanada, Australien, Japan) ist eine Zusatzversicherung sinnvoll. Diese deckt oft auch Rettung und Rücktransport.

Krankentaggeld: eigene Weiterführung prüfen

Viele Versicherer erlauben eine private Weiterführung gegen Prämie. Das kann wichtig sein und muss ins Budget. Kläre Fristen und Kosten früh.

Handlungsplan: 6–8 Wochen vor Start Offerten einholen, Deckungen schriftlich bestätigen, Notfallkontakte und Police‑Nummern dokumentieren.

Ideen, wie du deine Auszeit sinnvoll nutzt und wirklich runterfährst

Manchmal hilft ein gezielter Tapetenwechsel, um im Kopf endlich leiser zu werden. Wähle die Option nach deinem Ziel: Erholung, Klarheit, Wachstum oder Sinn.

Retreats als strukturierte Kurzform

Retreats bieten einen festen Tagesablauf, thematischen Fokus (Yoga, Journaling) und Austausch mit Gleichgesinnten. Sie sind ideal, wenn du klare Rahmen brauchst und schnell zu mehr Ruhe und Fokus gelangen willst.

Body & Mind selber planen

Leichte Bewegung, nährende Ernährung und regelmässiger Schlaf schaffen schnelle Erholung. Setze einfache Rituale: kurze Morgenübungen, bewusstes Essen und tägliches Reflektieren für klarere Gedanken.

Wellness und nachhaltige Selbstfürsorge

Wellness bedeutet langsamer werden, digitale Reize reduzieren und das Nervensystem beruhigen. Denk an Kurzzeiten ohne Pflicht — nicht nur Spa, sondern echte Regeneration.

Aktiv‑Auszeiten in der Natur

Wandern in den Bergen oder längere Spaziergänge helfen, den Alltag zu entkoppeln und neue Routinen aufzubauen. Die Kombination aus Bewegung und Stille stärkt deine Energie.

Kreativität, Lernen & Impact Travel

Starte ein Projekt, vertiefe ein Hobby oder mach einen Sprachkurs, wenn du Energie durch Neugier suchst. Freiwilligenarbeit im Ausland verbindet Reise und Sinn — plane Dauer, Kosten und Versicherungen gut.

Downshift‑Regel: Plane bewusst Leerraum. Sonst füllt sich die freie Zeit schnell mit neuen To‑Dos.

Zurück in den Job: so gelingt dir die Rückkehr nach der Auszeit

Die Rückkehr in den Beruf verdient eine eigene Planung, sonst landest du schnell wieder im Stress. Plane bewusst eine Übergangsphase von ein bis zwei Wochen (oder länger, je nach Rolle), damit du langsam wieder in den Job kommst.

Übergangsphase einplanen

Starte mit einer Prioritätenliste: 3 Top-Aufgaben, reduzierte Meeting-Zeit und täglich feste Fokusstunden. Vereinbare gleich in der ersten Woche ein kurzes Alignment mit deiner Führungskraft und dem Team.

Sabbatical im Lebenslauf: Ziele und Ergebnisse klar benennen

Übersetze deine Pause in konkrete Aussagen: „Sabbatical (Monat/Jahr) – Schwerpunkt X – Ergebnis Y“. So wirkt das als Lernphase statt als Lücke.

Erkläre, welche Kompetenzen du zurückbringst: Resilienz, Projektmanagement, Sprachkenntnisse oder neue Perspektiven. Das entschärft Karriere‑Sorgen und zeigt Nutzen für den Arbeitgeber.

Nach Kündigung: Freizügigkeitskonto und PK‑Wiedereinstieg

Falls du gekündigt hast, eröffne ein Freizügigkeitskonto für dein PK‑Guthaben. Bei einer neuen Stelle kannst du das Kapital in die neue Pensionskasse übertragen.

Praxis‑Tipp: Beginne gegen Ende der Pause vorsichtig zu netzwerken. So findest du Möglichkeiten ohne Druck.

Behandle die Rückkehr als Teil der Planung: Übertrage neue Routinen aus der Pause in deinen Alltag, damit die Veränderung nachhaltig wirkt.

Fazit

Wer kurze, konkrete Schritte setzt, gewinnt Energie und Klarheit zurück. Eine bewusst geplante Pause reduziert Stress und schärft deine Gedanken. Wähle heute eine Mini‑Pause oder plane ein Wochenende statt auf den perfekten Moment zu warten.

Für schnelle Erholung reichen pause oder urlaub. Für tiefere Veränderung ist ein sabbatical sinnvoll — die Wahl hängt von deinen Möglichkeiten ab. In der Schweiz prüfe bei längeren Varianten früh AHV, Pensionskasse und Säule 3a, damit deine Zeit später nicht teuer wird.

Versicherungen (Unfall, Auslandsschutz, Krankentaggeld) sind der Sicherheitsgurt, damit du wirklich abschalten kannst. Triff ein klares Warum, setze einen realistischen Zeitraum und baue Struktur ein. Starte jetzt: plane, teste, und bring als menschen deine Balance zurück — auszeit nehmen lohnt sich.

FAQ

Wie lange sollte eine Pause idealerweise dauern?

Das hängt von deinem Ziel ab. Für kurzfristige Erholung reichen Stunden bis wenige Tage. Wenn du nachhaltig Kraft tanken, neu ausrichten oder ein Projekt angehen willst, sind mehrere Wochen bis drei Monate sinnvoll. Ein Sabbatjahr in der Schweiz liegt oft bei drei bis zwölf Monaten. Plane realistisch und kläre finanzielle, versicherungs- und berufliche Fragen vorab.

Kannst du während einer Auszeit Arbeitsstunden oder Überstunden als Zeitguthaben nutzen?

Ja, viele Arbeitgeber erlauben, Überstunden anzusparen und als bezahlte Freizeit zu nehmen. Kläre Vereinbarungen schriftlich: Zeitraum, Abgeltung für Überstunden und wie Reststunden bei Rückkehr behandelt werden. Das ist eine einfache Möglichkeit, ohne Gehaltsverlust frei zu nehmen.

Welche finanziellen Modelle gibt es, wenn du länger weg willst?

Gängige Modelle sind unbezahlter Urlaub, Lohnverzicht mit anschließender Lohnfortzahlung während der Pause, Teilzeit-Modelle oder Sabbaticals, die vorfinanziert werden. Prüfe Auswirkungen auf AHV, Pensionskasse und Säule 3a, damit keine Versorgungslücken entstehen.

Was musst du zur AHV und Pensionskasse während der Pause wissen?

Fehlende AHV-Beitragsjahre können deine spätere Rente reduzieren. Bei der Pensionskasse entstehen Lücken, wenn du keine obligatorischen Beiträge leistest. Manche Kassen erlauben freiwillige Einkäufe. Informiere dich früh bei deiner Vorsorgeeinrichtung, damit du nötige Massnahmen planen kannst.

Wie regelst du Kranken- und Unfallversicherung während der Auszeit?

Die obligatorische Krankenversicherung bleibt in der Schweiz bestehen; im Ausland brauchst du Zusatzschutz. Bei Unfallversicherung gibt es in der Regel 30 Tage Nachdeckung und optional die Abredeversicherung bis zu sechs Monate. Kläre auch, ob du Krankentaggeld selbst weiterführen möchtest.

Ist es sicherer, den Job zu kündigen oder unbezahlten Urlaub zu beantragen?

Beide Wege haben Vor- und Nachteile. Unbezahlter Urlaub mit Rückkehrrecht bietet Sicherheit, wenn du deinen Job behalten willst. Kündigen kann Freiheit und Konsequenz geben, aber du verlierst Ansprüche wie Lohnfortzahlung, Pensionskassenansprüche und eventuell Versicherungsanschluss. Entscheide nach Karriereplanung, Ersparnissen und Absicherungsbedarf.

Wie kannst du deine Zeit sinnvoll nutzen, damit die Pause wirklich wirkt?

Kombiniere Ruhephasen mit Aktivitäten, die dich erfüllen: Retreats, Bewegung in der Natur, kreative Projekte oder Weiterbildung. Setze klare Ziele, Rituale und eine grobe Wochenstruktur, damit du Erholung und Wachstum verbinden kannst.

Wie planst du die Rückkehr in den Job nach einer längeren Unterbrechung?

Plane eine Übergangszeit mit reduzierten Stunden oder flexiblen Tasks. Dokumentiere in deinem Lebenslauf Ziele, Ergebnisse und neue Kompetenzen aus der Pause. Kläre rechtzeitig den Wiedereintritt in die Pensionskasse und eventuelle Änderungen im Lohn.

Welche rechtlichen Punkte solltest du vorab schriftlich klären?

Bei unbezahltem Urlaub oder speziellen Vereinbarungen halte Dauer, Rückkehrrecht, Abgeltung von Überstunden, Versicherungsregelungen und Auswirkungen auf Renten- und Pensionsansprüche schriftlich fest. So vermeidest du spätere Missverständnisse.

Was ist bei Auszeiten im Ausland besonders zu beachten?

Prüfe Krankenversicherungsschutz, Unfallversicherung, Visum- und Aufenthaltsregeln sowie steuerliche Folgen. Für EU/EFTA-Staaten gelten vereinfachte Regeln, für Drittstaaten brauchst du oft zusätzliche Deckung. Sorge für klare Notfallkontakte und dokumentiere wichtige Unterlagen digital.

Wie findest du das richtige Format: Kurzpause, Urlaub oder Sabbatical?

Frage dich nach deinem Warum: Erholung, Neuorientierung, Weiterbildung oder Abenteuer? Für akute Erholung reichen Kurzpausen. Bei tieferer Neuorientierung oder längeren Projekten ist ein Sabbatjahr sinnvoll. Stimme Dauer und Finanzierung auf dein Ziel ab.

Kannst du während der Pause arbeiten oder Projekte verfolgen?

Ja, viele kombinieren Erholung mit kleinen Projekten, Teilzeit-Aufgaben oder Freelance-Jobs. Achte auf klare Grenzen, damit Regeneration nicht zur Dauerschleife wird. Kläre arbeitsrechtliche Aspekte und steuerliche Folgen, wenn du weiterhin Geld verdienst.

Wie kannst du Vorsorgelücken minimieren, ohne auf die Pause zu verzichten?

Prüfe freiwillige Einzahlungen in die Pensionskasse oder AHV, zahle weiterhin in die Säule 3a ein (wenn möglich) und plane Rücklagen für Krankentaggeld. Ein früher Informationsgespräch mit deiner Pensionskasse und einer Vorsorgeberatung lohnt sich.

Welche praktischen Schritte helfen bei der Planung einer Auszeit?

Erstelle eine Checkliste: Ziele, Zeitraum, Finanzierung, Versicherungen, schriftliche Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber und Vertretungsregelungen. Buche notwendige Policen und spur dir Meilensteine, damit du fokussiert bleibst.

Wie kommunizierst du dein Vorhaben am besten mit dem Arbeitgeber?

Sei offen und vorbereitet: Erkläre Motivation, gewünschte Dauer und wie du Vertretung oder Übergaben regeln willst. Schlage konkrete Modelle vor (Überstundensaldierung, Teilzeit, unbezahlter Urlaub). Dokumentiere die Vereinbarung schriftlich.
Post teilen:

Ähnliche Beiträge