Tierpark und Zoo Schweiz mit Kindern: 8 Ausflüge, die sich wirklich lohnen
Wer den besten Tierpark Zoo Schweiz Kindern sucht, findet in diesem Vergleich 8 ehrliche Tipps: von gratis zugänglichen Wildparks mit Wölfen und Grillstellen bis zu Naturparks mit freilaufenden Hirschen. Wer weiss, wohin er fährt, spart Zeit, Geld und Nerven: Dieser Artikel zeigt, was jeder Park konkret bietet, was er kostet, wo man parkt und was Kinder wirklich erwartet. Für Familien, die einen echten Tierpark-Tag planen, ohne böse Überraschungen.
Tierpark Biel Bözingen: Wölfe, Wildnis und kein Eintritt
Wer einen Tierpark sucht, der nichts kostet und trotzdem echte Wildtiere zeigt, findet in Biel genau das. Der Tierpark Bözingen am Fuss des Bözingerbergs ist ganzjährig rund um die Uhr zugänglich, der Eintritt ist kostenlos, eine freiwillige Spende ist willkommen.
Auf 9 Hektar Wald leben rund 80 Tiere in naturnahen Gehegen: Rothirsch, Sikahirsch, Gämse, Fuchs, Wildschwein, Murmeltier, Steinbock, Mufflon, verschiedene Eulen und Waschbären. Seit 2023 streifen ausserdem drei Wölfe durch ihren weitläufigen Lebensraum. Mit etwas Glück hört man sie heulen. Der Park hält auch seltene Rassen aus dem ProSpeciesRara-Programm, darunter die Walliser Schwarzhalsziege.
Tiere dürfen gefüttert werden, aber nur mit Futter aus dem Park. Mitgebrachtes Brot ist verboten, es schadet den Tieren. Hunde sind erlaubt mit Leinenpflicht. Grillplatz, Spielplatz und Sanitäranlagen sind vorhanden, Kinderwagen kommen problemlos durch, Parkplätze sind kostenlos.
Insider-Tipp: Direkt neben dem Park beginnt die Taubenlochschlucht, eine der schönsten Schluchtwanderungen im Mittelland. Wer beides kombiniert, hat einen vollen Familientag für CHF 0 Eintritt.
🌧️ Schlechtwetter-Tauglichkeit: Tief. Der Park ist reiner Wald, bei starkem Regen wird es nass. Regenjacke einpacken oder auf einen anderen Tag verschieben.
Mehr Infos und Anfahrt: excursio.ch
Natur- und Tierpark Goldau: Hirsche direkt aus der Hand füttern
Im 42 Hektar grossen Natur- und Tierpark Goldau im Kanton Schwyz läuft etwas anders als in normalen Zoos: In der grossen Freilaufzone bewegen sich Sikahirsche frei zwischen den Besuchern, und man kann sie direkt mit Spezialfutter aus dem Park füttern. Das ist keine Showeinlage, sondern echter Kontakt. Dazu kommen Bären, Wölfe, Luchse, Greifvögel und Wisente in weitläufigen Anlagen.
Mehrere Spielplätze, ein Wasserspielplatz und Grillstellen mit kostenlosem Feuerholz machen daraus einen Ganztagsausflug. Die Wege sind bekiest und teilweise steil, ein geländegängiger Kinderwagen ist sinnvoll. Hunde sind nicht erlaubt, wegen der freilaufenden Tiere. Mit dem Zug nach Arth-Goldau, dann 5 bis 10 Minuten zu Fuss: kein Parkplatzstress.
Eintritt: Erw. CHF 26, Kinder 6–15 Jahre CHF 13, Familie CHF 69, unter 6 Jahren gratis. Täglich geöffnet, April bis Oktober 09–18 Uhr, November bis März bis 17 Uhr.
🌧️ Schlechtwetter-Tauglichkeit: Mittel. Die Gehege sind im Freien, aber der Park hat zwei Restaurants und überdachte Rastplätze. Bei leichtem Regen gut machbar, bei Starkregen eher nicht.
Wildnispark Zürich Langenberg: Gratis, der älteste Zoo der Schweiz
Vor den Toren Zürichs, in Langnau am Albis, liegt der Wildnispark Zürich Langenberg, der älteste und flächenmässig grösste Zoo der Schweiz. Der Eintritt ist kostenlos, der Parkplatz kostet CHF 10 pro Tag. Wölfe, Braunbären, Elche, Wisente, Przewalski-Pferde und Wildschweine leben hier auf weitläufigen Waldanlagen, die eher nach Naturreservat aussehen als nach Zoo.
Der Ostteil ist 365 Tage rund um die Uhr zugänglich. Die Tierhäuser und der Westteil haben eingeschränkte Öffnungszeiten von März bis Oktober. Im Mai und Juni haben besonders viele Tiere Jungtiere, Steinböcke, Przewalski-Pferde, Wildschweine und Wisente. Wer mit Kindern kommt, sollte diese Monate im Kopf haben.
Tipp: Die Ostseite des Parks ist deutlich weniger besucht als die Westseite und bietet genauso viel zu sehen.
🌧️ Schlechtwetter-Tauglichkeit: Tief. Reiner Waldpark ohne überdachte Bereiche. Bei Regen zieht man sich im Restaurant unter, aber die Tiere sieht man dann kaum.
Wildpark Peter und Paul St. Gallen: Steinböcke, Luchse und eine Schmuggelgeschichte
Auf einer Kuppe bei St. Gallen-Rotmonten, 780 Meter über Meer, liegt der Wildpark Peter und Paul. Eintritt kostenlos, ganzjährig rund um die Uhr zugänglich, Hunde an der Leine erlaubt. Steinböcke, Gämsen, Luchse, Wildkatzen, Rothirsche, Wildschweine und Murmeltiere leben hier in naturnahen Gehegen, eingebettet in voralpine Landschaft mit Aussicht auf den Bodensee.
Ein historisches Detail, das Kinder lieben: 1906 wurden drei Steinbock-Jungtiere aus dem Jagdrevier des italienischen Königs Viktor Emanuel III. heimlich herausgeschmuggelt, weil der König sich geweigert hatte, sie abzugeben. Aus diesen drei geschmuggelten Tieren wurde die Grundlage für die Wiederansiedlung des Steinbocks in der gesamten Schweiz. Die Wege sind rollstuhlgängig und kinderwagentauglich, ein Restaurant mit Terrasse ist vorhanden.
Eintritt: kostenlos, ganzjährig 24 Stunden | Kirchlistrasse 92, 9010 St. Gallen | wildpark-peterundpaul.ch
🌧️ Schlechtwetter-Tauglichkeit: Tief. Reiner Freiluftpark. Bei Regen bietet das Restaurant Schutz, die Tiere sieht man dann aber kaum.
Wildpark Roggenhausen Aarau: Gratis, Grillstellen und über 100 Jahre Geschichte
Westlich der Stadt Aarau liegt der Wildpark Roggenhausen in einem stillen Waldtal, 15 Hektar gross, seit über 100 Jahren in Betrieb und kostenlos zugänglich. Damhirsche, Rothirsche, Wildschweine, Steinböcke, Murmeltiere, Minipigs, Ponys und Wildtruthähne leben hier auf engstem Kontakt mit den Besuchern. Die Gehege sind so angelegt, dass man nah rankommt, ohne Glasscheiben, ohne Abstand.
Zwei Feuerstellen mit Picknicktischen laden zum Bräteln ein, ein Naturlehrpfad erklärt an sechs Standorten die lokale Tier- und Pflanzenwelt. Im Herbst können Kinder beim Sammeln von Kastanien und Eicheln mithelfen und erhalten dafür einen kleinen Sammellohn. Hinweis für 2026: Restaurant und Spielplatz waren wegen Umbauarbeiten eingeschränkt, die Wiedereröffnung war für Q2 2026 geplant. Vor dem Besuch kurz auf roggenhausen.ch prüfen. Hunde sind an der Leine erlaubt.
Eintritt: kostenlos, ganzjährig geöffnet | Anreise ÖV: Bus Linie 3 ab Bahnhof Aarau bis Haltestelle Roggenhausen, dann ca. 15 Min. zu Fuss | roggenhausen.ch
🌧️ Schlechtwetter-Tauglichkeit: Tief. Waldpark ohne überdachte Tiergehege. Bei leichtem Regen machbar, bei Starkregen besser verschieben.
Tierpark Bern Dählhölzli: Luchs, Wolf und BärenPark an der Aare
Der Tierpark Bern ist in erster Linie ein Wildtierpark: Luchs, Wolf, Elch, Moschusochse, Leopard und Eisfuchs leben hier in weitläufigen Aussengehegen, ergänzt durch einen Kinderzoo mit Zwergziegen, Minipigs und Zwergeseln. Der BärenPark direkt an der Aare ist jederzeit und kostenlos zugänglich. Kutschenfahrten finden dienstags und freitags nachmittags statt.
Das Vivarium im Innern des Parks bietet tropischen Garten, Korallenriff und freifliegende Vögel, es ist ein Zusatzangebot für schlechtes Wetter, nicht der Kern des Erlebnisses. Hunde sind im eintrittspflichtigen Bereich nicht erlaubt, Hundeboxen stehen beim Ausgang bereit.
Eintritt: Erw. CHF 11, Kinder 6–15 Jahre CHF 7, Familie CHF 28. Täglich geöffnet, März bis Oktober 09–18 Uhr.
🌧️ Schlechtwetter-Tauglichkeit: Mittel. Das Vivarium ist überdacht und funktioniert bei Regen gut. Die Haupttiergehege sind im Freien.
Plättli Zoo Frauenfeld: Der Geheimtipp für Tierpark Zoo Schweiz Kindern
Ausserhalb des Kantons Thurgau kennt den Plättli Zoo kaum jemand, was angesichts des Angebots schwer zu erklären ist. Auf einer Anhöhe oberhalb von Frauenfeld mit Aussicht ins Thurtal betreibt eine Familie in zweiter Generation diesen kompakten Zoo mit rund 50 Tierarten: Löwen, Pumas, Schimpansen, Berberaffen, Kamele, Lamas, Kängurus und farbenprächtiges Vogelvolière.
Was ihn für Kleinkinder zwischen 2 und 8 Jahren besonders geeignet macht: Die Anlage ist überschaubar, die Wege kurz, der Streichelzoo mit Schafen, Zwergziegen und Ponys ist direkt zugänglich, Futter kaufen und selbst verfüttern ist erlaubt. Ponyreiten gibt es mittwochs, samstags, sonntags und täglich in Ferienzeiten. Gratisparkplätze stehen direkt vor dem Eingang, der Bus 803 fährt vom Bahnhof Frauenfeld direkt bis zur Haltestelle “Plättli Zoo”.
Eintritt: Erw. CHF 16, Kinder 4–15 Jahre CHF 8. Geöffnet März bis Oktober 09–18 Uhr.
🌧️ Schlechtwetter-Tauglichkeit: Tief. Kompakter Aussenpark ohne grosse überdachte Bereiche. Bei leichtem Regen kurz machbar, für einen langen Regentag weniger geeignet.
Häufige Fragen: Tierpark Zoo Schweiz Kindern
Darf man in Schweizer Tierparks eigenes Futter mitbringen? Fast überall nicht. Fremdfutter ist verboten, da es die Tiere krank machen kann. In Parks wie Goldau, Bözingen oder Roggenhausen kauft man geprüftes Spezialfutter direkt vor Ort und darf damit füttern. Das ist die tierfreundlichste Lösung.
Welche Tierparks in der Schweiz sind kostenlos? Gratis zugänglich sind der Tierpark Biel Bözingen (ganzjährig, 24 Stunden), der Wildnispark Zürich Langenberg (Eintritt kostenlos, Parkplatz CHF 10 pro Tag) und der BärenPark Bern an der Aare. Alle drei bieten echte Wildtiere in naturnahen Anlagen.
Sind Kinderwagen in Schweizer Tierparks möglich? Grosse Stadtzoos wie Zürich und der Tierpark Bern sind gut mit Kinderwagen befahrbar. In Naturparks wie Goldau oder Langenberg sind die Wege bekiest und teilweise hügelig, ein geländegängiger Kinderwagen ist sinnvoll. Im Tierpark Biel Bözingen kommt man problemlos durch.
Ab welchem Alter lohnt sich ein Tierpark-Besuch? Kleinkinder ab etwa 2 Jahren reagieren auf Tiere, besonders auf Streichelzoos. Für Kinder zwischen 3 und 5 Jahren sind überschaubare Parks wie Bözingen oder der Plättli Zoo Frauenfeld ideal. Ab 6 Jahren lohnen sich dann auch grössere Naturparks mit anspruchsvolleren Wanderwegen wie der Natur- und Tierpark Goldau.
Können Hunde mit in den Tierpark? Im Tierpark Biel Bözingen sind Hunde erlaubt, an der Leine. Im Natur- und Tierpark Goldau und im Dählhölzli Bern sind Hunde nicht gestattet. Vor dem Besuch immer direkt beim jeweiligen Park nachfragen, die Regeln unterscheiden sich.
Darf das Laufrad oder der Scooter mit in den Tierpark? In den meisten grossen Stadtzoos sind Laufräder, Trottinetts und Scooter aus Sicherheitsgründen verboten. In weitläufigen Wildparks wie dem Langenberg, dem Wildpark Peter und Paul oder dem Tierpark Biel Bözingen sind sie auf den Hauptwegen meist geduldet. Im Zweifel kurz auf der Website des Parks nachschauen vor der Abfahrt.
